Geschichte

Der Skiclub Lenggries e.V. - ein Verein mit Tradition

Der heutige SC Lenggries wurde am 28. Februar 1946, damals war für die Zulassung noch die amerikanische Militärregierung im Tölzer Landratsamt zuständig, aus der Taufe gehoben.
Aber den Skisport gab's im Isarwinkel schon viel früher. In der Vereinschronik ist nachzulesen, dass schon um 1880 die ersten „Spuren im Schnee" auf den Hängen um Schloss Hohenburg gesichtet wurden.

Mit einem Skistock 


In den Folgejahren war es der „Alpine Ski-Club München", der für eine weitere Belebung im alpinen Skisport sorgte. Der Verein pachtete damals die Steinhauser-Alm auf den auchenalmen, was prompt zu den Anfängen im Ski-Tourismus führte. 

Schorsch Haslinger
Bay. Meisters. 1949


Der erste organisierte Wintersportverein war die Skivereinigung Lenggries, die am 18.1.1922, also vor immerhin schon achtzig Jahren, gegründet wurde. 1. Vorsitzender: Karl Schalch. Aber der Verein bestand nicht lange, so dass 1934 die „Skizunft Lenggries" ins Leben gerufen wurde. Unter der Regie des Gündungsvorsitzenden Franz Baumgärtel wurde nun das Skigebiet Brauneck systematisch erschlossen.Auf der „Michlbauer-Trat" entstand in diesen Jahren eine Sprungschanze, die während des Krieges nicht genutzt und deshalb 1948 nochmals eingeweiht wurde.

 Sprungschanze Michlbauern Trat


Heute ist die Schanze, die Weiten bis fünfzig Meter erlaubte, nicht mehr in Betrieb. Den ersten Brauneck-Abfahrtslauf gewann 1936 Hermann Noack, ein Jäger, mit einer Zeit von 5.28 Minuten. Die Wirren des 2. Weltkriegs konnten die weitere Entwicklung des Skisports in Lenggries nur vorübergehend aufhalten.

Es waren die Männer um Michael Haslinger, die sich am 14.2.1946 im Cafe Schalch zur Gründungsversammlung des heutigen SC Lenggries trafen. Mit 59 Mitgliedern, davon schon damals 14 Jugendliche unter 18 Jahren, begann der Verein unter schwierigen Bedingungen seine Arbeit. 

Frau Gärtner

Bis der heutige Stand erreicht werden konnte, hat der Verein über Jahrzehnte eine beispielhafte Aufbauarbeit geleistet. Es würde an dieser Stelle zu weit gehen, um auf alle Schwierigkeiten bei der Erschließung und dem Ausbau der Wettkampfstrecken, der Organisation zahlreicher Veranstaltungen bis hin zu Weltcuprennen und den unendlich vielen ehrenamtlichen Stunden der Mitglieder, des Vorstands und der Trainer, einzugehen.

 50 Jähriges Juliläum 1996


Das steht ausführlich in der Chronik, die zum 50-jährigen Jubiläum des Vereins herausge geben wurde und beim Vorstand erhältlich ist. Aber vergessen wir an dieser Stelle nicht, die Eltern zu erwähnen. Wenn Kinder den Skisport aktiv betreiben, sind damit immer erhöhte Ausgaben und viele Fahrten zu Training und Wettkampf erforderlich.

Traudl Treichl am Rathaus

Den ersten internationalen Erfolg für den SC Lenggries errang Traudl Treichl. Bei der WM 1974 in St. Anton gewinnt sie Silber im Riesenslalom. Die Arbeit des Vereins brachte auf nationaler und internationaler Ebene viele Erfolge und Anerkennung, was auch der FIS nicht verborgen blieb.

Der Lohn war der Auftrag, am 8.1.1980 ein Weltcuprennen auszurichten. Das war für einen kleinen Dorfverein eine riesige Herausforderung, die aber dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer mit Bravour gemeistert wurde.

Weltcup Slalom 1980


Den Slalom der Herren gewann Peter Popangelow (Bulgarien) vor Alexander Zhirov (UDSSR) und der Skilegende Ingemar Stenmark aus Schweden.

Weltcup Slalom 1982

Der zweite Weltcup folgt schon 1982. Den Slalom der Damen gewann die Liechtensteinerin Ursula Konzett vor Anni Kronbichler (Österreich) und Erika Hess aus der Schweiz. Michaela Gerg belegte vor 10.000 Zuschauern am Anfang ihrer Karriere immerhin den 31. Platz unter den wettbesten Stangenartisten.
Die FIS vergab noch drei weitere Weltcuptermine nach Lenggries, die aber leider den schlechten Witterungsbedingungen zum Opfer fielen. Es blieb Kaspar Gilgenreiner vorbehalten, das erste Gold für den SC Lenggries zu holen. Bei der Juniorenweltmeistersch 1988 im italienischen Madonna di Campiglio gewann er den Abfahrtslauf. In der gleichen Saison wird er auch noch dreifacher Deutscher Jugendmeister. 

Michaela Gerg 1989 mit
Bürgerm. Josef 

Ein Jahr später durfte sich „Michi" Gerg beim Super G in Vail/USA über den Gewinn der Bronzemedaille freuen.
Mit Beginn der 90er Jahre stellten sich immer mehr Erfolge ein.

Hilde Gerg 1998 in Vail

Martina Ertl und Hilde Gerg wurden vielfache Weltcupsiegerinnen, Weltmeister, Deutsche Meister und die „wilde Hilde" von der Tölzer Hütte durfte sich 1998 bei der Olympiade in Nagano sogar die Goldmedaille umhängen lassen.

Hilde Gerg, Annemarie Gerg, Florian Eckert und Martina Ertl 2001

Martina Ertl holte sich bei der WM in St. Anton Gold in der Kombination miz Hilge Gerg im Super-G die Bronze Medaille. Als Florian Eckert vom Ski-Club Lenggries zusätzlich völlig überraschend Bronze in der Abfahrt gewann, verhalf er auch seinem Verein zu einem neuen Titel: Der Ski-Club Lenggries, so ein Live-Reporter, sei der „derzeit erfolgreichste alpine Ski-Club der Welt.

Die Krönung der Vereinsgeschichte war der Weltmeistertitel des Teamwett-bewerbs in Bormio 2005. Vier der sechs Läufer kamen vom Skiclub Lenggries e.V.

Goldenteam vom Skiclub Lenggries
Martina Ertl, Hilde Gerg,
Andreas Ertl, Florian Eckert 

Martina Ertl, Hilde Gerg, Florian Eckert, und Andreas Ertl erkämpften sich den wohlverdienten Sieg für Deutschland, gefolgt von Österreich und Frankreich.

  Pressemappe

 

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